1937 in Padova, Italien, der Hochburg der italienischen Fahrradindustrie, hatte mein Großvater eine Werkstatt für Autos und Landmaschinen.

 

1945 spezialisierte er sich auf den Fahrradrahmenbau, wo er für namhafte Hersteller und Rennteams individuelle Kleinserien fertigte.

 

Damals kam der erste ultraleichte Rennradrohrsatz Libellula von Columbus auf den Markt, zu dünnwandig für die hohen Temperaturen, die man zum schmelzen von Messinglot benötigt. Silberlote waren nach dem Krieg nicht zu bekommen.

So wurden Omas Silberlöffel eingeschmolzen, mit Messinglot legiert und schon hatte mein Opa ein Niedrigtemperaturlot, womit er die Libellula Rohre fügen konnte. Damit machte er sich, in der Szene, einen guten Namen.

 

1952 verstarb er als junger Mann. Ich lernte ihn leider nicht kennen.

1965 wanderte meine Familie nach Deutschand aus.

1970 fuhr ich, mit zwölf Jahren, meine ersten Radrennen.

 

1981 eröffneten Mein Vater, Danilo Agresti, sein Fachgeschäft für Rennräder in Wiesbaden, da mein Vater schon lange als Zeugwart die Rennmaschinen des Wiesbadener Radsportvereins (RSC Wiesbaden) Pflegte, welches er mir 1993 übergab.

1975 begann mein beruflicher Werdegang mit der Ausbildung zum Goldschmied,
Nach einigen Jahren als Goldschmied zog es mich in die Fahrradbranche, wo ich im Groß und Einzelhandel beschäftigt war.

 

1989 widmete ich mich dem Fahrradrahmenbau. Es folgten Praktika im In und Ausland, wo ich verschiedenen Fertigkeiten erlernte, die man im Fahrradrahmenbau benötigt. Als einer der ersten, schweißte ich in Deutschland Fahrradrahmen im WIG verfahren. Ich passe heute noch Individuelle Fahrradrahmen an den Fahrer an, für den Renn- und Alltagsbereich.

Bei mir bekommt jeder Kunde, seinen, auf den Leib geschnittenen Rahmen.

Ich verarbeite Stahl/Edelstahl (gelötet und geschweißt), Aluminium und Titan.